Überwinterung von Kübelpflanzen
Der Termin zum Einräumen liegt in unseren Breiten etwa bei Mitte Oktober.
Arten die leichten Frost tolerieren sollten bis zum Auftreten erster Bodenfröste den Aufenthalt im Freien genießen. Hierzu zählen z.B. Feige, Lorbeer, Phönixpalmen oder auch die Olive.
Eine wichtige Voraussetzung für eine problemlose Überwinterung ist das rechtzeitige Einstellen der Düngung, etwa Mitte August. Wird länger gedüngt, wachsen die Triebe weiter, reifen aber nicht mehr aus. Das weiche Gewebe ist im Winter anfällig für Verletzungen und Schädlinge.
Sommergrüne Pflanzen (verlieren im Winter das Laub bzw ziehen ein) vertragen über einen gewissen Zeitraum auch dunklere Stellplätze, Immergrüne benötigen aber immer einen hellen Standort, da es sonst sehr leicht zu Wachstumsdepressionen und infolge von Stress zu Schädlingsbefall kommen kann.
Für die meisten Kübelpflanzen liegt die optimale Überwinterungstemperatur bei 5-10 °C.
Vermeiden Sie Stressfaktoren wie Lichtmangel, Zugluft und Schädlinge.
Eine gründliche Schädlingskontrolle beim Einräumen ist Pflicht!
Die Pflanze befindet sich im Winter in der Ruhephase. Gönnen Sie ihr also ein wenig Ruhe. Reduzieren Sie Gießen und stellen sie das Düngen gänzlich ein.
Vor dem Einräumen sollte man die Pflanzen auch zurückschneiden. In der Regel werden die Triebe um mindestens ein Drittel zurückgenommen. Bei zu Verkahlung neigenden Kübelpflanzen wie z.B. Oleander oder Tibouchina können bei Bedarf im Spätwinter verkahlte Triebe nochmals eingekürzt werden. Die gekürzten Triebe wachsen dann wieder kräftig nach, bilden aber erst im nächsten Jahr Blüten.
Einige Arten bilden beim Überwintern so genannte Wassertriebe mit weit auseinander stehenden Blattabständen (Internodien). Diese Triebe können im Spätwinter problemlos zurück geschnitten werden. Der Rückschnitt sollte sich dem gewünschten Habitus der Pflanze anpassen.
Ein Rückschnitt der Überwinterungspflanzen sollte generell erfolgen.
- Der Rückschnitt ermöglicht eine platzsparende Aufstellung im Überwinterungsraum
- Er fördert einen attraktiven buschigen Aufbau
- Gleichzeitig ist er eine erste effektive Schädlingsbekämpfung, da befallenen Triebe entfernt werden.
Bei der Schädlingsbekämpfung gilt: Vorbeugen ist besser als bekämpfen!
Häufige Schädlinge sind Schildläuse, Blattläuse, Weiße Fliege und Thripse.
Auch Schnecken und Asseln können nach einem Aufenthalt im Freien zum Problem werden. Zur Kontrolle eines möglichen Befalls durch weiße Fliege und Thripse eignen sich sehr gut Leimtafeln (Weiße Fliege gelb, Thripse blau), die man im Überwinterungsquartier aufhängt.
Es empfiehlt sich während der Überwinterung alle ein bis zwei Wochen die Pflanzen auf Schädlinge zu überprüfen.
Pilzinfektionen lassen sich am besten durch einen gut belüfteten Standort, ausreichend Stellraum und Reduzieren der Feuchte am Überwinterungsstandort vermeiden. (gegossen wird nur in das Substrat, einmal bis zum Gießrand, nie von oben).
Überwinterung in unserer Pflanzenpension
Von Oktober bis Mai bieten wir eine fachgerechte Überwinterung für empfindliche Kübel- und Terrassenpflanzen an.
In unserer Pflanzenpension stehen Ihren Pflanzen während der kalten Jahreszeit drei Klimazonen zur Verfügung. So können wir gewährleisten, dass alle Pflanzen den Winter optimal überdauern.
Ein Winterquartier in unserer Pension ist „all-inklusive“
Das bedeutet für Ihre Pflanzen:
- bei Eintreffen beurteilen wir den Zustand der Pflanzen und Gefäße in Ihrem Beisen
- die Pflanzen werden gemäß ihrem Habitus grob zurückgeschnitten und aufgebunden
- sowohl Düngerkonzentration als auch PH-Wert werden im Pflanzgefäß bestimmt und gegebenenfalls optimiert
- es finden regelmäßige Kontrollen auf Schädlingsbefall und Krankheiten sowie deren Bekämpfung statt
- im zeitigen Frühjahr erhalten die Pflanzen ihren endgültigen Vormschnitt
- zur Auslieferung erhalten die Pflanzen eine Abschlußdüngung mit einem Vorratsdünger





